Demo gegen rechte Hetze am 15.09.

Am 15.09. haben wir gegen die rechte Hetze der AfD und ihres Co-Vorsitzenden Jörg Meuthen demonstriert. Wir freuen uns, dass so viele Antifaschist*innen anwesend waren und der AfD gezeigt haben, was wir von ihr halten.
Ein besonderes Dankeschön möchten wir an Störer*innen richten, die sich auf den Kundgebungsplatz der AfD getraut haben, Meuthens Rede kurz ertrugen, um diese dann mit Trillerpfeifen zu stören. Korrekte Aktion

Dennoch müssen wir die Berichterstattung der Hannoversche Allgemeine Zeitung / HAZ kritisieren. Bei der Demonstration gegen Gauland, behauptete die Zeitung, der DGB und „verschiedene Parteien“ hätten zu der Demonstration aufgerufen, obwohl wir es waren, die diese Demonstration anmeldeten und durchführten. Grüne Hannover Unterstützten uns bei der Demo, der DGB hatte damit jedoch nichts zu tun.

Dieses mal wird in dem Artikel lediglich diffus von „Gegendemonstranten“ gesprochen, obwohl der SDS Hannover und Die PARTEI Kreisverband Region Hannover zur Demonstration aufgerufen hatten. Gleichzeitig wird Meuthens Rede in dem Artikel verhältnismäßig ausführlich zusammengefasst, während die Inhalte unsere Demonstration keine Beachtung fanden.
Wir halten das für eine kritikwürdige Art der Berichterstattung, da die journalistische Sorgfaltspflicht unserer Ansicht nach nicht ausreichend erfüllt wurde. Diese einseitige Aufmerksamkeit, die Meuthens rassistische Hetze bekam, sorgt mit für den Rechtsruck des gesellschaftlichen Diskurses. Anstatt über soziale, antirassistische und progressive Inhalte zu schreiben, wird rechter Hetze eine Werbeplattform geboten, während die Anmelder und Organisator*innen des Gegenprotestes nicht mal erwähnt werden.

Dennoch werden wir den antifaschistischen Kampf selbstverständlich weiter führen und hoffen, dass wir bei der nächsten Demo noch lauter und zahlreicher sein werden!

http://www.haz.de/…/Beschimpfungen-und-Drohungen-bei-AfD-Ku…

http://www.haz.de/…/Protest-gegen-Gauland-Auftritt-in-Hanno…

Gegen Gauland auf die Straße

Liebe Genoss*innen, Antifaschist*innen und Mitstreiter*innen,

wir möchten uns noch einmal für Euer zahlreiches Erscheinen und tatkräftige Unterstützung bei unserer Kundgebung gegen die AfD-Veranstaltung auf dem Trammplatz bedanken.

Wir waren bunt, wir waren laut!

Wir sind sicher, dass wir bei zukünftigen Veranstaltungen noch zahlreicher werden und weiterhin eine starke Stimme gegen den Rassismus sind!

Hier noch ein paar Eindrücke von der Veranstaltung:

Wer wir sind und was wir wollen

Wer wir sind

Wir sind Azubis, Schüler*innen, Studierende, junge Erwerbstätige und Erwerbslose und engagieren uns gemeinsam gegen die großen und kleinen Ungerechtigkeiten des Alltags. Linksjugend [’solid] ist unsere Plattform, wo junge Menschen selbst Politik machen können – egal, ob sie schon länger dabei sind oder neu einsteigen wollen.

Wir greifen ein, denn die Gestaltung unseres Lebens wollen wir nicht Anderen überlassen. Unser Kampf gilt offensichtlichen sowie weniger sichtbaren Herrschafts- und Unterdrückungsverhältnissen, unter denen wir und andere zu leiden haben. Selbstbestimmt wollen wir leben, statt uns von Märkten, Lehrer_innen, vom Staat oder gesellschaftlichen Normen herumkommandieren zu lassen.

Viele unserer heutigen Probleme hängen dabei mit der kapitalistisch organisierten Gesellschaftsform zusammen, welche zum Profitstreben zwingt und so Existenzängste, Armut und Naturzerstörung produziert.

Was wir wollen

Wir wollen ein schönes Leben für Alle organisieren. Doch ein Gesellschaftsmodell, dessen Antrieb es ist, aus Geld mehr Geld zu machen, steht dem nur im Weg. Heute entscheiden nicht die Menschen, sondern der Markt, wer was wie produziert. Doch seine Logik ist absurd, sie zwingt konkurrierende Unternehmen, den maximalen Profit zu erwirtschaften. Menschen und Natur sind Kostenfaktoren, die dabei beliebig ausgebeutet werden.

Die Profiterwartungen entscheiden, ob Getreide zu Nahrung oder Sprit verarbeitet wird. Obwohl immer weniger Arbeit nötig ist, werden die Einen immer stärker belastet und der Rest für überflüssig erklärt. Selbst in den Gewinnerregionen des Weltmarkts sind die Lebensumstände der Mehrheit unsicher und fremdbestimmt. Die Wenigsten wissen, wie sie nächsten Monat die Miete zahlen sollen. Burn-Out und Depressionen sind Volkskrankheiten geworden. Inmitten all dieses Elends bereichern sich einige Wenige am Leid der Anderen, leben in unvorstellbarem Luxus und tun alles dafür, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändert.

Deshalb reicht es eben nicht, öfter mal zu Fuß zu gehen, statt mit dem Auto zu fahren. Oder dass Alle mal ein bisschen netter zueinander sind. Sondern wir müssen die Gesellschaft anders organisieren, also die Art und Weise, wie entschieden, produziert und verteilt wird, ändern.

Dafür müssen wir uns den Betrieb, unsere Städte und Straßen zurückholen. Wir kämpfen für die Demokratisierung aller Lebensbereiche, damit die Menschen über alles, was ihr Leben betrifft, selbst entscheiden können. Doch auch die Befürworter des Bestehenden sind gut organisiert. Nur, wenn wir uns zusammentun, werden wir gehört.

Der Kampf für eine andere Gesellschaft beginnt jetzt. Was machst du?