Covid-19: keine Treffen bis auf weiteres

Liebe GenossInnen, Liebe FreundInnen,

wie viele andere haben auch wir uns entschlossen, alle unsere Veranstaltungen auf unbestimmte Zeit abzusagen. Wir finden das natürlich schade und werden ggf. versuchen sie nachzuholen, sobald es die Umstände wieder zulassen. Viel wichtiger ist uns aber in Zeiten der aufkommenden Pandemie verantwortungsvoll zu handeln.

Anders als manch einer euch weismachen möchte, handelt es sich bei SARS-Covid 19 nämlich nicht einfach um „eine Grippe wie jede andere“ und die getroffenen staatlichen Sicherheitsvorkehrungen sind auch keine unbegründete „Panikmache“. Covid19 ist ein beim Menschen völlig neu aufgetretenes Coronavirus, entsprechend gibt es weder eine Grundimmunität in der Bevölkerung, noch Impfungen oder Medikamente, die es wirksam bekämpfen. Die Sterblichkeitsrate ist je nach medizinischer Versorgung geringfügig bis um ein vielfaches höher als bei der Influenza. Das Robert Koch Institut geht derzeit davon aus, dass sich bis zum Ende der Pandemie bis zu 2/3 der deutschen Bevölkerung einmal infiziert haben werden.

Auch wenn die Krankheit bei einem Großteil der Fälle mild verläuft, sind insbesondere ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen der Lunge oder des Herz- Kreislaufsystems von einem schweren Verlauf gefährdet, der es zB erfordern kann, dass diese PatientInnen beatmet werden oder im schlimmsten Fall versterben. Um die ausreichende medizinische Versorgung im ohnehin kaputtgesparten Gesundheitssektor zu gewährleisten, ist es wichtig, den Ansteckungszeitraum so lang wie möglich zu strecken und die Neuinfektionen so niedrig wie möglich zu halten. #FlattenTheCurve

Dieser Tage ereilen uns grausige Nachrichten von maßlos überforderten Kliniken in Italien, in denen Ärzte aufgrund mangelnder Kapazitäten entscheiden müssen, welche Patienten sie behandeln und welche sie ihrem Schicksal überlassen und von Pflegepersonal, das am Rande des Burn-Outs arbeitet. Hier zeigen sich die Verheerungen die der Neoliberalismus im Gesundheitssektor angerichtet hat in ihrer schlimmsten Form. Wir möchten dies zum Anlass nehmen auch hier noch einmal unsere Forderung nach einem auskömmlich finanzierten und personell gut aufgestellten Klinikwesen in öffentlicher Hand(!) zu bestärken. Allen Herausforderungen zum Trotz, sollten wir jetzt nicht verzagen oder in Panik verfallen.

Passt auf euch und eure Mitmenschen auf, meidet große Ansammlungen von Menschen, wascht euch regelmäßig die Hände, haltet die Hust- und Nies-Etikette ein und macht euch öfter mal einen entspannten Tag zuhause, oder trefft euch in kleiner Runde mit Freunden im privaten Raum oder unter freiem Himmel. Lasst uns alle zusammen dafür sorgen, dass wir diese Krise möglichst gut überstehen.

solidarisch eure Linksjugend [’solid] Hannover
Hier könnt ihr euch über seriös über Covid19 informieren

  • https://www.rki.de/…/Inf…/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html
  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

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