Housing Action Day – Wohnen für Menschen statt für Profite!

Wohnen für Menschen statt für Profite! – Mit diesem und weiteren Demo-Sprüchen schlossen sich am Samstag den 27.03.21 ca. 200 Demonstrant*innen den bundes- und europaweiten Protesten anlässlich des Housing Action Days an. Auf dem Platz am Küchengarten begann die Anfangskundgebung um 14h zunächst bei freundlichem Sonnenschein. Umzingelt von Unmengen an Polizist*innen forderten die Redner*innen vor Allem eine Senkung der Mietpreise und bessere Bedingungen für Notunterkünfte für Wohnungslose. Nicht nur in Krisenzeiten sollten die Probleme und Belange der Menschen und nicht die Renditen von Immobilienkonzernen im Vordergrund stehen.

Wohnen ist Menschenrecht!  Besonders bewegend war der Redebeitrag der „Freundin“. In dem stellvertretend vorgetragenen Text schilderte die Anfang fünfzigjährige wie sie erst ihren Job, dann auch ihre Wohnung verlor und schließlich auf der Straße landete. Sie entschied sich gegen die Notunterkunft mit Mehrbettzimmer, sanitären Anlagen auf dem Flur und unzureichendem Hygienekonzept. Jede obdachlose Person hat eine Geschichte und ist Teil unserer Gesellschaft und als solidarischer Staat können wir nicht weiter zulassen dass Menschen auf den Treppenstufen verschlossener Hotels erfrieren.

Die Häuser denen die drin wohnen! Unter Einhaltung der Abstände lief die Versammlung los und stoppte an verschiedenen Ecken Lindens, um über dortige vergangene Zwangsräumungen und Hausbesetzungen zu berichten. Die Frustration und Wut war groß angesichts der Ungerechtigkeiten im Umgang einiger Wohnungsunternehmen mit Mieter*innen. Mehrere Mietinitiativen und Aktivist*innen baten um Mithilfe und das Melden von freiem Wohnraum und forderten zudem zu neuen Hausbesetzungen auf. Grußworte kamen auch von der Hausbesetzung Trans*Fläche aus Essen. Jeder einzelne ist gefragt beim Kampf der Wohnungskrise und in der Mitgestaltung der Wohngegend.

Unter lautem Protest fanden sich die Demonstrant*innen wieder am Küchengartenplatz ein. Leider fing es nun bald an stark zu regnen. Obwohl sich die Reihen lichteten harrten einige Demoteilnehmer*innen tapfer bis zum Ende der letzten Redebeiträge aus. Die meisten von ihnen konnten sich ja zum Glück schon auf ein gemütliches und sicheres zu Hause freuen …
https://www.housing-action-day.net/

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