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DER ÜBERFALL AUF POLEN – Erinnerung an den 80. Jahrestag des Überfalls auf Polen AUSSTELLUNG

26. Januar um 15:00 - 15. Februar um 17:00

„Ab 5.45 Uhr wird zurückgeschossen“, hieß es im großdeutschen Rundfunk.
Johlend rissen die deutschen Soldaten die Grenzpfähle zum polnischen Nachbarland nieder und überfluteten das Land mit Tod, Vernichtung und Chaos.
„Zurückgeschossen“ wurde nach einem von den Faschisten inszenierten „Überfall“ auf den Gleiwitzer Sender durch in polnische Uniformen gezwungene KZ-Häftlinge, die man auf den Stufen zum Sendegebäude niederschoss.
„Wir tun uns oft schwer mit dem Wort Überfall, aber es war einer“, erklärt Jochen Schmidt von der Friedensbibliothek/Antikriegsmuseum Berlin-Brandenburg. Polen sei das Land gewesen, das den Zweiten Weltkrieg die längste Zeit erleiden musste. Dort litten die Menschen sechs Jahre unter Krieg und Leid, und dieses Land hat die meiste Bevölkerung eingebüßt, so Schmidt.
Die Ausstellung zeigt in vier Komplexen das düstere Kapitel der Geschichte Polens. Die Bilder des Überfalls am 1. September 1939 zeigen grausige Zeichen des beginnenden Zweiten Weltkrieges. Unterschrieben von den Worten: Gewollt vom Deutschen Reich, aber zugeschoben den ‚demokratischen Ländern‘ und dem Weltjudentum.
Das Warschauer Ghetto ist der zweite Komplex der Ausstellung: Am 16. Oktober 1940 gab der deutsche Gouverneur den Befehl zur Errichtung eines jüdischen Wohngeländes in Warschau.Der Fotograf Joe J. Heydecker, ein deutscher Soldat, wollte den Schrei der Leidenden konservieren. Die Fotografien sind unter anderem betitelt mit ‚Weg zur Hinrichtung‘, ‚Erschossene‘ und ‚Weg in die Gaskammer‘.
Der Warschauer Aufstand im Jahr 1944 ist ebenfalls in Bildern festgehalten. Dort verwandelten sich Straßen in Friedhöfe, Kinder irren durch die zerbombte Stadt.
In Erinnerung an den 80. Jahrestag des Überfalls auf Polen gibt die Ausstellung einen Überblick über den Überfall 1939, die Verfolgung der Juden am Beispiel des Warschauer Ghettos, den Warschauer Aufstand 1944 und das Kriegsende.
Weitere Informationen:
Friedensbibliothek/ Antikriegsmuseum der Evangelischen Kirche BerlinBrandenburg, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin, Tel.: 0049 (0)30 5081207 oder 5099691

Details

Beginn:
26. Januar um 15:00
Ende:
15. Februar um 17:00

Veranstaltungsort

Sparkasse Schaumburg
Hauptstraße 16
Bad Nenndorf, 31542
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